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Zahnersatz


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Die auftretenden Beschwerdebilder sind dann oftmals sehr vielschichtig und erfordern vielfach eine besonders aufmerksame Diagnostik und Planung seitens des Behandlers.







Wachs-up Modelle

Zahnersatz - festsitzend


In unserer Praxis haben wir die Möglichkeit, Materialien, die in dem Mund befestigt werden sollen, vorher auszutesten. Dies ist möglich durch den Muskeltest (siehe Kinesiologie) oder durch den Lymphozythentransformationtest (LTT-Test). Zudem werden Amalgamfüllungen auf Wunsch mit Schutzmassnahmen entfernt. (siehe auch Ganzheitliche Zahnheilkunde) Sprechen Sie mit uns darüber. Wir informieren Sie gerne ausführlich über die Vorteile der neuen Materialien.

Wenn Zähne verloren gegangen sind oder nicht zu erhalten waren und entfernt werden mußten, so sollten die entstandenen Zahnlücken in jedem Fall prothetisch mit Zahnersatz versorgt werden. Sonst kann es im Verlauf von Monaten oder Jahren zu schwerwiegenden Veränderungen im Kausystem kommen. Zähne können anfangen sich zu drehen oder in bestehende Lücken zu kippen. Unsere Zähne sind ein dynamisches System: So kann der Durchbruchsdruck eines Weisheitszahnes zu Veränderungen führen. Die Zähne stehen dann zu eng beieinander oder gegeneinander verschachtelt. Sie sind schwer sauber zu halten. Bei einem frühzeitigen Zahnverlust kippen nicht nur die Nachbarzähne in die entstandene Lücke. Auch der Zahn im Gegenkiefer - der so genannte Antagonist - wächst in den Gegenkiefer hinein. Dies provoziert Störungen, die sich häufig erst nach Jahren bemerkbar machen, dann aber oft schon zu schweren Schäden geführt haben.
Die Beschwerden können sich in reinen Muskel- oder Gelenkschmerzen zeigen, es kann zu Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule kommen oder es kann sich gar ein haubenförmiger oder halbseitiger Kopfschmerz einstellen, der viele Patienten an eine Migräne denken läßt. Viele Patienten greifen daraufhin zu Schmerzmitteln die häufig jahrelang eingenommen werden, jedoch nicht die gewünschte Linderung bringen. Es können sich auch Knochentaschen bilden, der Zahnhalteapparat kann durch funktionelle Fehlbelastungen irreparabel geschädigt werden und die Zahnlockerung kann viel früher als gedacht zunehmen. Daher ist es wichtig alle Lücken im Zahnbogen prothetisch zu schließen um diese Spätschäden zu vermeiden.


zirkon ersatz

Zahnersatz aus Zirkonoxyd

Während früher Zahnersatz häufig aus Metall oder aus Metallkeramik hergestellt wurde, verwenden wir heute immer häufiger Zirkonoxid-Keramik. Das Material kommt in Funktion und Ästhetik dem natürlichen Zahn am nächsten. Von Vorteil ist, das Zirkon nicht so schnell herunter gekaut wird, wie z. B. Gold.Dadurch wird die Bisshöhe erhalten, was zu wemiger Kiefergelenkbeschwerden führt. Ausserdem haben wir die Erfahrung gemacht, dass Goldinlays, nach vielen Jahren, häufiger als Keramikinlays einen Randspalt zeigen, was zu Sekundärkaries führt. Während also Gold sich eher aufbiegen kann, kann Keramik eher brechen. Aber Keramik bleibt formstabil und führt dadurch seltener zu Karies.

Gute Bioverträglichkeit
Zirkonoxid ist auch gerade für die Patienten hervorragend geeignet, die an Material- bzw. Metallunverträglichkeiten leiden. Hier die Vorteile: - unbedenkliche Inhaltsstoffe, wie Oxide von Silizium, Natrium, Kalium, Aluminium - hohe Stabilität gegen Säuren ( bei Reflu, Sodbrennen) - kaum Plaqueablagerungen - keine Unverträglichkeiten und Interaktion mit anderen Werkstoffen in der Mundhöhle - keine giftigen Abbauprodukte ( wie z. B. das Quexksilber bei Amalgam) - hohe Wärmeisolierung, weniger kalt-, und warmempfindlichkeit als bei Gold. (Gold ist ein guter Wärme- und Kälteleiter).

Bei fehlenden Zähnen
Früher wurden fehlende Zähne häufig durch Brücken oder Prothesen eretzt. Das hat den Nachteil, dass die brückentragenden Zähne einer hohen Belastung ausgesetzt sind, was häufig zu frühzeitigem Zahnverlust führt. Heute geht der Trend zur Einzelzahnversorgung, was dem batürlichen Gebiss am nächsten kommt. Wenn jeder Zahn seine eigene Verantwortung trägt, und nicht mehr grosse Brückenkonstruktionen halten muss, hat er nachweislich eine bedeutend längere Lebenserwartung.
Wenn diese Einzelzahnversorgung nicht möglich ist, raten wir zu Brückenkonstruktionen auf Teleskopen. Diese können meistens gaumenfrei hergestellt werden, und vermitteln so ein ganz natürliches Zahngefühl. Sie haben den Vorteil der Herausnehmbarkeit, was gerade bei älteren Patienten zu einer besseren Mundhygiene führt.


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teleskop kappen
fertige teleskope
Einbringen von vier neuen Implantaten bei einem Patienten, der vorher eine Vollprothese getragen hat und nunmehr eine Stützbasis für eine Teleskopbrücke hat, die gaumenfrei sein wird.




Zirkonkäppchen als Primärpfeiler für die Teleskopbrücke





Fertige gaumenfreie Teleskopbrücke

Beispiele prophetischer Rekonstruktionen



Jeder prothetische Fall ist anders gelagert. Daher gibt es vielfach mehrere Lösungsmöglichkeiten für eine Problemstellung. Die folgenden Aufnahmen zeigen Ihnen nur ein kleines Spektrum an unterschiedlichsten Lösungsmöglichkeiten. In der modernen Zahnmedizin können wir heute fast alle Wünsche der Patienten an Kaukomfort, Passung und Ästhetik erfüllen.

Welche Lösung speziell für Sie die Beste ist, muß in jedem Fall in einer umfassenden Untersuchung und Beratung eruiert werden und läßt sich pauschal nicht beantworten. Sprechen Sie uns an, wir informieren Sie gerne.


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Die Abbildungen zeigen die gegossenen Halteelemente einer Modellgußprothese.














Die Abbildungen zeigen eine Oberkiefer-Modellgußprothese mit gegossenen Halteelementen, die an natürlichen und überkronten Zähnen befestigt ist.





Hier eine Unterkieferversorgung mit einer Modellgußprothese.

Zahnersatz - herausnehmbar


Es gibt viele verschiedene Arten des prothetischen Ersatzes, sei er nun festsitzend - im allgemeinen handelt es sich hierbei um eine Versorgung mit Kronen oder Brücken, mit künstlichen Zahnwurzeln bei bestimmter Indikation, also den sogenannten Implantaten - oder der Ersatz ist herausnehmbar. Bei dieser Versorgungsart handelt es sich entweder um eine Versorgung mit einer Modellgußprothese, einem kombinierten Zahnersatz oder um eine Totalprothese wenn gar keine Zähne mehr vorhanden sind. Der herausnehmbare Zahnersatz soll nach den aktuellen gesetzlichen Bestimmungen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein.

Modellgußprothese

Eine Modellgußprothese besteht aus einer Basisplatte mit sogenannten Halteklammern. Sie wird in der Regel in einem Stück aus einer Metalllegierung gegossen. Diese Metallbasis trägt dann die künstlichen Zähne und das künstliche Zahnfleisch. Die dabei verwendeten Werkstoffe (Kobalt, Chrom, Molybdän) sind bewährt, korrosionsstabil, gewebefreundlich und entsprechen einer einfachen und wirtschaftlichen Grundversorgung. Aufwendigere Varianten des Modellgusses, die sogenannten kombinierten Arbeiten, können auch aus Edelmetall oder Spezialkunststoff hergestellt werden.

Wann wird eine Modellgußprothese in der Regel angefertigt?
  • Wenn eine Versorgung mit festsitzenden Brücken oder Implantaten nicht gewünscht wird.
  • Als Übergangslösung zu qualitativ hochwertigeren und längerfristigen Versorgungen.
  • Wenn in absehbarer Zeit weitere Zähne in die Prothese integriert werden müssen.
  • Wenn Patienten lange Sitzungen beim Zahnarzt nicht mehr bewerkstelligen können.
  • Wenn die Versorgung vordergründig preisgünstig realisiert werden soll.


Die Nachteile einer Modellgußprothese mit Klammern:

  • Durch das ständige Herausnehmen und wieder Einsetzen der Prothese reiben die Halteklammern an der Zahnsubstanz auf und ab und schädigen diese im Verlauf der Zeit. Eine Sekundärkaries kann entstehen. Auch Klammern die um Zahnkronen gelegt werden haben diesen unangenehmen Effekt.
  • Metallklammern im kosmetisch sichtbaren Bereich.
  • Durch die vielen mechanischen Teile (Rundungen, Nischen) finden sich viele Angriffsflächen für Plaqueansammlungen. Dies kann ebenfalls zur Bildung einer Sekundärkaries führen.


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Das Halteelement (Anker) wird in die Krone des überkronten Zahnes eingearbeitet. Die Prothese mit den zu ersetzenden Zähnen wird darüber gesetzt und es ergibt sich ein harmonisches Gesamtbild der Versorgung.

Eine weitere Ausführungsform, gerade bei einem parodontal vorgeschädigtem Gebißsystem ist die Kombination des herausnehmbaren Ersatzes mit Doppelkronen, den Teleskopen. Der Ersatz sitzt nahezu unsichtbar auf diesen Primärteilen.
Kombinierter Zahnersatz

Bei dieser Versorgungsart kommen alternative Halteelemente zum Tragen. Die Prothese verbindet sowohl festsitzende Komponenten (Kronen, Teleskope) mit herausnehmbaren Teilen (Modellgußprothese). Diese Halteelemente können zum Beispiel elegant und kosmetisch nahezu unsichtbar in Kronen eingearbeitet werden.

Vorteil: Wenn einer der Haltepfeiler der Prothese zu einem späteren Zeitpunkt verloren gehen sollte, so muß der Ersatz nicht neu angefertigt werden, sondern kann vom Zahntechniker elegant erweitert und umgearbeitet werden.


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Alte, ästhetisch wie funktionell insuffiziente Prothesen.













Die linken Abbildungen zeigen Situationsabformungen der Kiefer, auf der rechten Seite sehen Sie ein intraorales Stützstiftregistrat zur Aufzeichnung der individuellen Bewegungsbahnen des Unterkiefers.









Die Abbildung zeigt einen Kausimulator (Artikulator) mit eingesetzten Prothesen.













Es existieren eine Vielzahl von individuellen Zahnformen und Zahnfarben zur individuellen Gestaltung eines prothetischen Ersatzes.







Eine Totalprothese in meisterlicher Anfertigung und Ausführung mit Mehrfarbschichtung des zahnfleischfarbenen Kunststoffes und muskelgriffiger Gestaltung der Prothesen. Die Zähne sind bewußt leicht verschachtelt aufgestellt und es wurden individuelle Farbcharakteristika bei den natürlichen Zähnen gewählt, um den ursprünglichen Zustand so genau wie möglich zu rekonstruieren. Erkennbar auch hier die muskelgriffige Gestaltung der Prothesenkörper.
Die Totalprothese

Wenn gar keine Zähne mehr vorhanden sind, so werden die Zähne in der Regel durch eine Totalprothese ersetzt. Die Ausgangssituation sieht häufig wie auf den folgenden Aufnahmen aus. In der Regel wurde der Ersatz Stück für Stück zu einer Totalprothese erweitert, wie bei der alten Unterkieferprothese zu sehen. Die Zähne sind sehr stark abradiert, der Kunststoff hat sich im Verlauf von Jahren deutlich verfärbt. Unter Umständen Tragen viele Patienten Ihre Prothesen seit mehr als zehn Jahren im Mund. Häufig wurde der Ersatz nie unterfüttert, sodaß die Lagestabilität und Haftung völlig unzureichend geworden sind. Die Kiefer haben sich während dieser Zeit deutlich deformiert und es wird zunehmend schwieriger einen optimalen Ersatz anzufertigen. Die Patienten setzen in vielen Fällen zu hohe Erwartungen in ihren neuen totalprothetischen Zahnersatz. Er soll ein völlig unbeschwertes Kauen ermöglichen wie die eigenen, ursprünglichen Zähne. Vielfach wird vergessen, daß der Zahnarzt und der Zahntechniker nur einen Ersatz(!) anfertigen, der niemals das Original zu ersetzen vermag. Die Vorschäden sind meist gravierend und können auch durch einen noch so guten Ersatz nur teilweise kompensiert werden. Hier muß der Behandler große Überzeugungsarbeit leisten und umfassende Beratung bieten um dem Patienten die aktuelle Situation plastisch darzustellen und ihm aufzuzeigen, was jetzt noch technisch möglich ist und wo aufgrund der Ausgangslage die Grenzen des Machbaren liegen.

Die Inkorporation (Annahme) abnehmbaren Zahnersatzes ist für Patienten nicht nur eine Frage des Wollens, sondern auch des Könnens. Unter Umständen kommt der Patient erst zu einem Zeitpunkt zur totalprothetischen Versorgung, in welchem – infolge fortgeschrittenen Alters – die Fähigkeit zur Adaption und schließlich zur Inkorporation der Prothese schon empfindlich reduziert ist. Hierbei muß insbesondere der Zahntechniker sein ganzes Wissen und Können demonstrieren, denn es liegen ihm zur Herstellung des Zahnersatzes nur die unbezahnten Kieferabdrücke des Patienten, Bißschablonen ein Stützstiftregistrat und ein Gesichtsbogen vor. Das Stützstiftregistrat dient der Aufzeichnung der Bewegungsrichtungen des Unterkiefers. Die Kiefermodelle setzt der Zahntechniker in sein Arbeitsgerät, den Kausimulator (Artikulator), mit Hilfe des Gesichtsbogens schädelorientiert ein.

Anhand der vom Zahnarzt gelieferten Angaben stellt der Zahntechniker nun die Prothesen her. Häufig wünschen sich Patienten eine besondere Zahnfarbe, Zahnform oder gar Ausführungsform einer Totalprothese. Das Zahntechnikerhandwerk kann heute viele individuelle Wünsche der Patienten erfüllen.

Meisterliches

Die folgenden Bilder zeigen eine meisterliche Arbeit in der Herstellung von Totalprothesen. Es wurden hierbei mehrere zahnfleischfarbene Kunststoffe verwendet, die Prothesen selber wurden ganz individuell nach den anatomischen Vorgaben und persönlichen Wünschen angefertigt. Der zahntechnische Aufwand war enorm, die Patienten wünschten aber eine weit über das normale Maß hinausgehende möglichst naturgetreue Rekonstruktion. Auch diesem Wunsch konnte entsprochen werden. Es ist selbstverständlich, das dieser spezielle zahntechnische Aufwand keine Kassenleistung mehr ist, da er das Maß des Notwendigen bei weitem übersteigt. Es soll Ihnen aber zeigen was heute zahntechnisch machbar ist, wenn dies von Patientenseite gewünscht wird. Ein wenig unverständlich für den Fachmann bleibt, warum solche Ausführungsformen nicht der Standard sind sondern bloß die Ausnahme. Schließlich sollte ein Ersatz nicht unbedingt sofort als Ersatz erkennbar sein, oder?

Wenn es um Ihre Gesundheit geht, sollten Sie keine Kompromisse eingehen.

Intakte und lückenlose Zähne sind die Basis für eine gesunde Ernährung und funktionierende Verdauung. Darüber hinaus haben Ihr Mund und Ihre Zähne einen direkten Einfluß auf Ihr gesamtes Wohlbefinden und Ihr persönliches Erscheinungsbild. Zahnersatz ist Tag für Tag hohen Kaubelastungen ausgesetzt. Bei vielen Patienten kommt hinzu, daß an einem bestehenden Zahnersatz nach und nach Erweiterungen durchgeführt werden müssen. Irgendwann einmal können Materialermüdungen auftreten, die es erforderlich machen, den bestehenden Zahnersatz nicht mehr zu reparieren oder zu erweitern, sondern komplett zu ersetzen. Besonders dann, wenn Statikprobleme auftreten. In diesem Fall gefährden Sie auch den Bestand Ihrer natürlichen Zähne. Eine Reparatur, die auf den ersten Blick als Schnäppchen erscheint, lohnt oftmals langfristig doch nicht. Bei einer neuen zahntechnischen Arbeit sind Sie immer auf der sicheren Seite. Es ist wie bei einem Autoreifen: Ein neuer Zahnersatz hält einfach länger als ein runderneuerter. Das sollte Ihnen ein gesundes und strahlendes Lächeln wert sein.

Welche Materialien werden in der Zahnheilkunde verwendet?

Gern möchten wir Sie umfassend aufklären, denn auf bestimmte Metalle kann man in Legierungen einfach nicht verzichten. Sie tragen wesentlich zur Beständigkeit von zahntechnischen Leistungen bei. Gerade bei Ihren Zähnen sollten Sie natürlich sicher gehen: Was kommt da eigentlich in meinen Mund? Sind die verwendeten Werkstoffe wirklich unbedenklich? Und wie steht es um einen Allergietest? Vom Labor erhalten Sie für Ihren Zahnersatz einen Materialnachweis in dem alle verwendeten Werkstoffe genau aufgeführt sind, damit Sie genau wissen was Sie im Munde tragen. Welcher Zahnersatz am besten zu Ihnen paßt läßt sich nicht pauschal beantworten. Jeder Mensch ist einzigartig und so muß auch ein Zahnersatz ganz individuell den persönlichen Gegebenheiten angepaßt sein.


Texte und Bilder aus eigener Praxis